Warum brät die Sonne Schweinefüße?

Ein Mondkind schaut zu, wie die Sonne Schweinefüße brät.
Mondkind

Gleichfalls hinüber sinkt die Sonne hinter den Flechten auseinander. Die natürliche Zertrümmerung ihres Leibes im letzten Strahl verfehlt monumental ihre Wirkung. Andernfalls zerbricht der Fels. Wie sie rollen und poltern, die kleinen und die großen Stücke. Schweinefüße. Unerhört ist dieses für alle Zeiten. Aber nein. Nichts. Doch der Mond, der liebt den Bruch. Herausgerissen labt er sich am Zerbrochenen.

Dann haben sie ihn geholt, weggezogen, mitgebracht in die Stadt der tausend Augenblicke. Dort steht es wieder. Das Zelt unterm Birnbaum nimmt ihn auf. Für eine Weile. So mag er denken. Aber wer für eine Weile weilt, weilt in der Ewigkeit. Die Sonne und der Mond drehen sich um die Erde, um uns um dich und mich. Einmal noch. Danach schließen wir die Tore ganz fest zu. Dafür schiebe ich den Riegel unten, den Riegel oben und auch noch in der Mitte.

Die Sonne schäumt von innen her

Zerhacktes Fleisch liegt am Boden. Dadurch werden die gerissenen Glieder mager und fett. Seht nur wie es fließt und schäumt von innen her. Die Gabel und das Messer wie es in die Glieder sticht. Nein, nur der Schnitt ist fest gedreht in einem Schlage oben auf. Es kann sein. Es kann nicht sein. Da waren und sind ein Schweinefuß, ein Stück vom Rind, ein Hähnchenbein. Aber in der Trilogie so schlank und schön, das neue Messer ist.

Somit frage ich, ob wir uns trauen? Nein, wir wagen uns nicht zu sein hier wie dort. Wir müssen die Tore schließen. Fest und dicht. Trotzdem hat er uns verdient und all die Farbe. Währenddessen er es überhaupt ist, den wir erwarten, der den Leib der Sonne abends zerbricht?

Er liegt und träumt den Kopf auf seiner bitteren Neige drehend. Deshalb nickt und greint er rund herum im Gottbiertrank. Sowieso schläft er unterm Apfelbaum viel zu fest. Ich sehe die da draußen gerne mittags und hier und dort im Tode feiern. So ist uns die Sonne nahe. Supernova.

Die Tore fest verschlossen

Darauf unendlich die Tore verschlossen sind, kriecht auch er ins schmale Zelt. Immer noch ist er fremd und bringt die Furcht in meine Augen. Darum schiebe ich das kalte Eisen ins jetzt heiße Fleisch. Die Glut, sie glüht und niemand mag sie essen. Weil Gott schläft in ihrer Asche, bete ich nicht mehr, warte bis die Sonne um die Erde rast bis unter den Horizont. Es ist der Irrtum Galileos. Deswegen ist die Sonne wütend auf den Strich, den er gemacht und und für wahr gehalten hat.

Schweinefüße und brennende Bücher

So feiern die Toten ihren Gottesdienst in in der großen Kirche. Nur sie wissen, ob  es dieser hier ist. Kinder spielen hinter den verschlossenen Toren in Sicherheit bei trunkenen Vätern mit Latein und altem Wissen. Aber auch die wissen nichts von diesem Mann im Zelt. Außer, dass er im Schlafe seufzend mit schmutzig seine Wunden kratzt. So dringt es in Gehör der Vagen und Vaginen. Malt sie jetzt.

Was ist das für eine Welt, in der die Wissenschaft zu ihrem Trost die Bücher verbrennt und Schweinefüße brät?

Bericht: Fetthans
Digitales Foto: Scharfschütze

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